Sturmland-die Kämpferin, Mats Wahl {Rezension}

11. April 2016


Format: gebunden
Seitenanzahl: 368
Wertung: 4 Blumen
Verlag: Hanser


Obwohl ich versuche
meine Liebe geheim zu halten
spiegelt sie sich wider
in meinem Gesicht und die Menschen
fragen: Warum so betrübt?



Inhalt

Schweden 50 Jahre in der Zukunft: Verheerende Stürme haben ganze Landstriche verwüstet. Und Schnee fällt schon seit Jahren nicht mehr. Stattdessen färbt ein feiner Sand alles blutrot. Die meisten Menschen sind in die Städte gezogen. Bei den wenigen Familien auf dem Land herrscht ein Klima der Angst. Eines Tages taucht Elins Tante Karin auf dem Hof der Familie auf. Nach ihr wird im ganzen Land gefahndet, denn sie gilt als Terroristin des Untergrunds. Am nächsten Tag wird Elin verhört und verschleppt, doch ihr gelingt die Flucht.

Meine Meinung

Zwischen dem ersten und zweiten Band liegt zwar ein Jahr, doch es geht rasant weiter. Es gibt keine lange Einführung, sondern schon auf den ersten Seiten passiert sehr viel.
Durch den Abstand von einem Jahr, ist auch Elins Veränderung sehr überraschend. Sie wirkt erwachsender und reifer und das aus einem bestimmten Grund.

Es war, als würde ich von einer gewaltigen Welle überspült und hinaus ins Meer gezogen. Ich war drauf und dran, in meinen Gefühlen zu ertrinken.

In der Beschreibung wird nicht allzu viel verraten, worum es in Band 2 geht. Das dient vor allem dazu, das das Ende des ersten Teiles nicht verraten wird. Der größte Teil des Buches besteht aus ihrer Flucht von den Terroristen. Sie muss viele verschiedene Hürden überwinden und das erfordert sehr viel Kraft von ihr.Immer wieder vergisst man das Elin erst 16 / 17 ist. Manchmal erscheint es sehr unwirklich, das sie all diese Aufgaben meistern muss...

"Aber woher sollte ich wissen, dass ich mich richtig entscheide?"
"So etwas weiß man vorher nie. Man muss Entscheidungen treffen und dann, so gut es geht, zusehen, dass es so wird, wie man es haben wollte."

Auch die Entwicklungen anderer Personen, wie zum Beispiel von Elins Schwester Lisa, sind doch sehr extrem und manchmal auch etwas unglaubwürdig. So auch die Stimmungsschwankungen ihrer Mutter.

Eine Sache ist zuverlässig, aber Menschen sind keine Maschinen. Sie sollten auch nicht mit Maschinen verglichen werden, denn sie verfügen weder über die Fähigkeit einer Maschine noch weisen sie die Mängel einer Maschine auf.

Im zweiten Teil kommt Elins Familie eigentlich nur zu Beginn und am Ende vor. Dieser Band konzentriert sich hauptsächlich auf Elin. Doch trotzdem geht es wieder mehr um die Story als um Gefühle, was ich aber in Band zwei sogar besser fand, da ihre Flucht wirklich spannend ist und sie sich nicht ablenken lässt.

Die Spannung zieht sich fast durch das gesamte Buch. Zwar ist sie zu Beginn und gegen Ende etwas schwächer, aber das ist bei den meisten Bücher so. Leider gibt es im Mittelteil eine Stelle, die langatmig und zäh ist. Außerdem ist hier sehr verwirrend geschrieben und die sonst so genauen Erklärungen fehlen oder sind schon zu genau. 
Das ist das Einzige, was mich gestört hat, nur leider macht es sehr viel aus. Da man in einem Lesefluss ist und der Leser verstrickt sich in all den Erklärungen, der zu schnellen Handlung und man kommt mit dem Denken nicht nach. Liest man die Stelle noch einmal, weil man denkt, man hat etwas überlesen, so findet man nichts.

Fazit

Etwas schwächer als der Vorgänger, aber immer noch 4 Sterne.


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